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Von inspirierenden Buchempfehlungen bis hin zu informativen Kursinformationen
Die onkologische Versorgung entwickelt sich weiter – medizinisch, therapeutisch und interdisziplinär. Zunehmend rückt dabei eine Frage in den Fokus: Welche ergänzenden Ansätze sind fachlich fundiert und für Krebspatient:innen wirklich sinnvoll? Die S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Onkologie gibt darauf eine klare Antwort – und Yoga spielt darin eine wichtige Rolle. Was die S3-Leitlinie zu Yoga in der Onkologie sagt Die S3-Leitlinie ist der höchste evidenzbasierte Standard in der medizinischen Versorgung in Deutschland. Sie basiert auf der systematischen Auswertung wissenschaftlicher Studien und dem Konsens führender Fachgesellschaften und gibt klare, fachlich geprüfte Empfehlungen für die Praxis. Krebspatient:innen stehen häufig vor Belastungen, die weit über die eigentliche Therapie hinausgehen: Fatigue, Schlafstörungen, Angst, psychische Belastung und eine eingeschränkte körperliche Belastbarkeit. Die S3-Leitlinie bewertet, welche komplementären Verfahren hier sinnvoll unterstützen können – und Yoga wurde dabei wissenschaftlich bewertet und kann für bestimmte Beschwerden empfohlen werden. Laut Leitlinie kann Yoga insbesondere beitragen zur: Verbesserung der Lebensqualität Reduktion von Fatigue (krebsbedingter Erschöpfung) Unterstützung bei Schlafstörungen Förderung der psychischen Stabilität Damit ist Yoga in der Onkologie kein „nettes Zusatzangebot“ mehr, sondern ein Ansatz, der auf wissenschaftlicher Bewertung beruht. Entscheidend ist dabei eine angepasste und qualifizierte Anleitung. Warum onkologisches Yoga nicht gleich „normales“ Yoga ist Yoga in der Onkologie unterscheidet sich deutlich von allgemeinem Yoga. Es berücksichtigt medizinische Einschränkungen, individuelle Belastungsgrenzen und die spezifischen Anforderungen während und nach einer Krebstherapie – etwa nach Operationen, unter Chemo- oder Strahlentherapie oder bei Lymphödemen. Genau deshalb braucht es eine spezialisierte Qualifikation: Wer Krebspatient:innen mit Yoga begleiten möchte, muss wissen, welche Übungen sich eignen, wo Grenzen liegen und wie Körper-, Atem- und Entspannungsübungen sicher angepasst werden. Was Yoga in der Physiotherapie konkret bewirken kann Physiotherapeut:innen können sich die Wirkungen von Yoga zunutze machen und einfache Körper-, Atem- und Entspannungsübungen in ihre Arbeit integrieren – für eine moderne, ganzheitliche Therapie. Praxen und Kliniken, die diesen Weg bereits gehen, berichten von einem spürbaren Unterschied im Therapiealltag: Patient:innen finden schneller Zugang zu ihrem Körper Sie gehen stabiler durch belastende Therapiephasen Sie erleben sich nicht mehr nur als „behandelt“, sondern als aktiv beteiligt Nebenwirkungen wie Fatigue und Schlafstörungen werden besser bewältigt Stress wird reguliert und emotionale Entlastung möglich Für Therapeut:innen bedeutet das mehr Sicherheit im Umgang mit komplexen Belastungssituationen – und einen zusätzlichen Ansatz, der dort greift, wo die klassische Therapie an ihre Grenzen stößt. Fünf Impulse für den Praxisalltag Viele Betroffene erleben sich als ausgeliefert und fordern Hilfe ein, weil sie glauben, selbst nicht aktiv werden zu können. Für Therapeut:innen heißt das oft: ständiges Erklären, Trösten, Motivieren – und auf Dauer emotionale Erschöpfung. Diese fünf Hebel bringen Patient:innen in die Selbstverantwortung und entlasten dich gleichzeitig: 1. Kleine, umsetzbare Schritte zeigen Schon einfache Atemübungen oder sanfte Bewegungsimpulse vermitteln das Gefühl: „Ich bin Teil meines Genesungsprozesses.“ 2. Angst regulieren statt kompensieren Kurze Atemübungen oder ruhige Körperwahrnehmung – auch im Sitzen oder auf der Liege – stärken die Resilienz der Patient:innen und deine eigene. 3. Körperwahrnehmung über Spüren, nicht über Anstrengung Viele Betroffene verlieren das Gefühl für ihren Körper. Ermutige zur Wahrnehmung – das bringt Ruhe, Klarheit und stärkt den Zugang zum eigenen Erleben. 4. Einen Sprachraum schaffen, der Vertrauen ermöglicht Nutze gezielte Fragen wie „Was tut dir gut?“ statt „Wie schlimm ist es?“ – oder biete einfache Rituale an, etwa eine stille Minute zum Atemspüren. 5. Lebensqualität ermöglichen, nicht nur Therapie begleiten Zeige Möglichkeiten auf, die aus dem echten Leben stammen: sanfte Bewegung, achtsamer Atem, soziale Verbindung. Die Botschaft dahinter: „Du darfst leben – nicht nur durchhalten.“ Die Fortbildung: Onkologisches Yoga für Therapeut:innen In unserer kompakten Wochenend-Fortbildung an der Genki Vital Academy vermitteln wir die Grundlagen von Yoga in der Onkologie. Du lernst, einfache Körper-, Atem- und Entspannungsübungen sicher an die Situation von Krebspatient:innen anzupassen und direkt in deine therapeutische Arbeit zu integrieren – wissenschaftlich fundiert und praxisnah. Das erwartet dich: Grundlagen des onkologischen Yoga und die Einordnung durch die S3-Leitlinie Körper-, Atem- und Entspannungsübungen für Patient:innen während und nach der Krebstherapie Anpassung an medizinische Einschränkungen und Belastungsgrenzen Konkrete Umsetzung in Praxis, Klinik und Reha – auch im Sitzen oder auf der Liege Impulse für Selbstregulation, innere Stabilität und Selbstwirksamkeit deiner Patient:innen Nächster Termin: 10. – 11. Oktober 2026 · Düsseldorf Dozentin: Gaby Kammler Für wen: Physiotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen und weitere Fachkräfte, die Krebspatient:innen ganzheitlich begleiten möchten – Yoga-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. → Zum Kurs und zur Anmeldung: Onkologisches Yoga für Therapeut:innen Fazit Komplementäre Verfahren wie Yoga sind heute fachlich bewertet, medizinisch anschlussfähig und praxisrelevant. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob sich dieser Ansatz durchsetzt – sondern wer ihn frühzeitig in die eigene Arbeit integriert. Wer das tut, positioniert sich als Teil einer modernen, integrativen Onkologie und bietet Patient:innen eine Begleitung, die über die körperliche Ebene hinausgeht. Du hast Fragen zur Fortbildung? Wir beraten dich gerne persönlich – telefonisch unter 0211 / 31 19 16 81 oder über unsere Kursübersicht.
Die Cranio-Mandibuläre Dysfunktion (CMD) ist der Überbegriff für Beschwerden im Gesichts- und Kieferbereich und für die daran beteiligten Nerven, Muskeln und Knochen. Umfassend zu befunden, Muster, Ursachen und Folgen zu erkennen und gezielt – evtl. multidisziplinär – zu behandeln und dabei vorhandene Evidenz anzuwenden, gewährleistet Erfolg. Die Weiterbildung Kiefergelenk Spezial der CMD Academy bietet dir eine professionelle Unterstützung interdisziplinärer Kooperation bei der Analyse und beim Management von Kopf-, Kiefer-, Gesichts- und Nackenschmerzen. Kursaufbau Teil 1, A – Arthrogenes Modul (2 Tage) Intra- und peri-artikuläre temporomandibuläre Gelenkproblematik Inhalt: Funktionelle und (Neuro-)Anatomie, Arthrokinematik und deren klinische Konsequenzen, Epidemiologie, Ätiologie (intra- und peri-artikulärer) Cranio-Mandibulärer Pathologien und Syndrome, Pathomechanik, Radiologie und zahnärztliche Nomenklatur, Bewertung der Literatur. Anamnese, Funktionsuntersuchung des Kausystems und der oberen Halswirbelsäule nach Richtlinien der IFOMPT, physiotherapeutisches Management im Rahmen der primären und der Gesamtbehandlung, z.B. mit Schienen. Teil 2, M – Myogenes Modul (2 Tage) Extra-artikuläre craniofaziale Dysfunktionen und Symptomatik, strukturell betrachtet Inhalt: Fortsetzung der subjektiven und funktionellen Befundung des Kauorgans mit Betonung der extra-artikulären muskulären und nervalen Dysfunktionen, inkl. Sicherheitstests der oberen Halswirbelsäule, Kopfschmerzkategorien der IHS, Variationen des Meersseman-Testprozedurs und des Managements, mit passiven Techniken (inkl. Trigger-Punkt- und myofaszialer Behandlung), mit aktivem Training (z.B. myofunktionelles Training) und sonstigen Maßnahmen (z.B. Elektrotherapie oder funktionelles elastisches Taping). Teil 3, N – Neurophysiologisches Modul (3 Tage) Analyse und Management craniofazialer Symptomatik auf neurophysiologischen Grundlagen, der Stress- und Schmerzphysiologie Inhalt: Zentrale Verarbeitungsprozesse, mit oder ohne Hirnnerv-Aktivierung, z.B. im limbischen Komplex und Cortex, Stress- und Schmerzmodelle, das emotionale motorische System (EMS), die polyvagale Theorie von Porges – in Theorie und Praxis mit schriftlichen und praktischen Übungen, Bewegung, Meditation, Tiefenentspannung, progressive Muskelentspannung, Biofeedback (HRV), Cranium-Techniken. Die Inhalte entsprechen allen gängigen, aktuellen Paradigmen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ref.: Kap. 3 in Maitland’s Periphere Manipulation, Hrsg. Hengeveld & Banks, Verlag Urban & Fischer, München. Hinweis: Die Reihenfolge der 3 Kursteile ist nicht tauschbar. Kursaufbau auf einen Blick Modul Dauer Teil 1 – Arthrogenes Modul (A) 2 Tage Teil 2 – Myogenes Modul (M) 2 Tage Teil 3 – Neurophysiologisches Modul (N) 3 Tage Gesamt 7 Tage Für wen ist die Weiterbildung geeignet? Die Weiterbildung richtet sich an: Krankengymnasten und Physiotherapeuten Heilpraktiker Logopäden Zahnärzte und Kieferorthopäden Craniosacral-Therapeuten Zahntechniker Fachärzte (HNO, Neurologie) Wichtig: Für Masseur:innen ist diese Weiterbildung nicht geeignet. Termine & Anmeldung Alle Termine und die Anmeldung zur Weiterbildung Kiefergelenk Spezial findest du in unserer Kursübersicht.
Wie die Manuelle Lymphdrainage (MLD) wirkt, wo sie eingesetzt wird und wie die AZAV-anerkannte Weiterbildung „Manuelle Lymphdrainage / KPE“ bei TGenki Vital Academy abläuft.